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Ton- und anhydrithaltige Gesteine vermehren ihr Volumen durch den Zutritt von Wasser. Wird ein solcher Vorgang durch die Tunnelschale - insbesondere durch das Sohlgewölbe - behindert, so entsteht der so genannte Quelldruck.
Bei geringen überlagerungen (10-50 m) kann durch den Druck auf das Sohlgewölbe die Tunnelschale als Ganzes gehoben werden, was zu Hebungen an der Geländeoberfläche führen kann. Da dieser Vorgang in Tunnellängsrichtung in der Regel unterschiedlich verläuft, sind in der Innenschale Rissbildungen und Abplatzungen vorwiegend in der unteren Profilhälfte die Folge.
Dieser Fall ist beim Chienbergtunnel in der Nähe von Basel in grösserem Umfang aufgetreten. In zwei Bereichen mit Längen von 370 m bzw. 60 m kam es noch vor Fertigstellung des Tunnels zu solchen Hebungen. Die beobachteten Hebungsraten und die Schäden an der Innenschale waren so gravierend, dass sogar eine Aufgabe des Tunnelprojekts ins Auge gefasst wurde.
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