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Der Einsatz von tragfähigen aber nachgiebigen Spritzbetonschalen im Tunnelbau beruht auf folgender grundlegender Erkenntnis: Im druckhaften Gebirge nimmt der Gebirgsdruck mit zunehmender Gebirgsverformung ab.
Die praktische Umsetzung dieser Erkenntnis erfolgt durch die Verwendung des Systems Spritzbetonschale mit integrierten nachgiebigen hiDCon®-Elementen, damit wird ein tragfähiger nachgiebiger Ausbau erzielt und der Gebirgsdruck reduziert.
Geometrie und Anzahl der Elemente im Querschnitt bestimmen die zugelassene kontrollierte radiale Verschiebung, welche die Spritzbetonschale mit einem vorgegebenen Ausbauwiderstand ohne Überbeanspruchung aufnehmen kann. Nachdem der Arbeitsweg der Elemente aufgebraucht ist, weist die Schale nur noch geringe Verformung auf, leistet jedoch den vollen Ausbauwiderstand der Spritzbetonschale.
Der Ausbau im Zugangsstollen St. Martin la Porte erfolgt wegen sehr grosser Konvergenzen (bis zu 2 m) in mehreren Schritten. Nach dem vollflächigem Ausbruch wird eine dünne Spritzbetonschicht aufgebracht und es werden Stahlbögen mit Gleitschlössern zur primären Ausbruchsicherung gestellt. Rücklaufend zur Ortsbrust wird der teilweise konvergierte Tunnel reprofiliert, es werden neue Stahlbögen gestellt, zwischen den Gleitschlössern werden hiDCon - Balkenelemente installiert und anschliessend eine 20-30cm dicke Spritzbetonschale aufgebracht.
Dieser im 2. Schritt erfolgte Ausbau ist nun in der Lage, weitere Konvergenzen mit einem erhöhten Ausbauwiderstand aufzunehmen und die Gebirgsdeformationen zu stoppen. Im letzten Schritt wird ca. 80 m hinter der Ortsbrust die endgültige starre Tunnelschale betoniert.
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