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  Aktuelle Projekte / Tunnel du Bois de Peu, Besançon - France

Im Rahmen der südlichen Umfahrung von Besançon wurden im Streckenbereich Mercureaux mehrere Ingenieurbauwerke errichtet, darunter zwei Tunnel.

Der aus zwei 500 m langen Röhren bestehende Tunnel von Bois de Peu wurde ab August 2005 durch die ARGE "Tunnel du Bois de Peu" aufgefahren. Ein Erkundungsstollen ergab zuvor Aufschlüsse über die Geologie. Dabei wurden zwei Bereiche ausfindig gemacht, die Erschwernisse beim Vortrieb erwarten liessen:
  • Eine Zone mit wechselnder Lagerung von Mergel und Kalkstein im Abschnitt PM 325 m. Ausbruch im sprengtechnischen Vortrieb.
  • Eine Zone aus brüchigem Tonmergel im Portalbereich Vallon (PM 500 m). Diese Zone wurde mit Stahlbögen und Spritzbeton sowie einer Sohlaussteifung ausgebaut. Ausbruch im Kalottenvortrieb.
Längsschnitt desTunnel du Bois de Peu (Quelle: www.contournement-besancon.com) Geologischer Aufschluss im Tunnel (Quelle : www.contournement-besancon.com)
Solexperts AG wurde von der ARGE "Tunnel du Bois de Peu" beauftragt, drei geotechnische Messquerschnitte zu instrumentieren. Die Vernetzung aller Sensoren erfolgt mit dem automatischen Datenerfassungssystem GeoMonitor. Ein Querschnitt im Bereich TM 325 m in der talwärtsführenden Röhre wurde zur Messung von Absolutverschiebungen mit Solexperts 6-fach Modularextensometer bestückt und zwei weitere Querschnitte am Tunnelportal "Vallon" wurden vollständig instrumentiert, wobei Solexperts Modularextensometer, Erdruckgeber im Kontaktbereich Fels/Ausbau sowie Schwingsaiten-Extensometer auf dem Ausbau und in der inneren Betonschale zum Einsatz kamen.
Blick vom Portal "Vallon" auf die talwärtsführende Röhre mit der instrumentierten Sohlaussteifung zum Zeitpunkt des Durchbruchs Installation der Schwingsaiten-Extensometer vor Einbringen der Spritzbetonschale
Zusätzlich wurde am Portal "Vallon" in beiden Röhren mit Hilfe von Gleitdeformetern eine Extrusionsüberwachung der Ortsbrust beim Vortrieb realisiert. Ziel dieser Messungen war es, die Entwicklung der Verschiebungen während dem Vortrieb (Extrusion) in der Ortsbrust in Abhängigkeit von der Anzahl der Anker und von der Felsqualität zu messen.

Dank dem automatischen Datenerfassungssystem GeoMonitor ist der Betreiber (D.D.E. - Direction Départementale de l'Equipement) imstande, die Stabilität und das langfristige Verhalten in diesen problematischen Zonen umfassend und präzise zu überwachen. Dabei haben nicht zuletzt die technische Qualität sowie die Felderfahrung und die Flexibilität des Teams der Solexperts AG zum reibungslosen Gelingen der bei laufendem Vortrieb ausgeführten Instrumentierungen beigetragen.
Blick auf die verankerte Ortsbrust
Neben der klassischen Instrumentierung hat das C.E.T.U. (Centre d'Etude des Tunnels à Lyon) beim Tunnel Bois de Peu ein Messkonzept zur Erfassung der Spannungen auf einem Glasfaseranker ausgearbeitet. Solexperts AG hat hierfür zwei Datenerfassungsanlagen geliefert und eingerichtet, die im Bohrlochtiefsten installiert wurden und dann mit fortschreitendem Vortrieb wieder gewonnen wurden.
Komplett instrumentierter Messquerschnitt.
Messung Instrumente und Spezifikationen
Absolute Konvergenz 10 Solexperts
6-fach Modularextensometer.
Länge : 10 m
Messbereich: 100 mm
Verformung auf Stahlbögen 28 angeschweisste Schwingsaiten Extensometer.
Messbereich: 3000 µm/m
Verformung in der inneren Betonschale 28 einbetonierte Schwingsaiten-Extensometer + 2 in Prüfproben
Messbereich: 3000 µm/m
Erddruck an der Aussenschale 16 Erddruckgeber im Kontaktbereich Fels/Ausbau
Messbereich: 1.7 MPa
Datenerfassungs -system GeoMonitor Zentrale mit 7 Speicherinterfaces im Tunnel.
Insgesamt 172 Sensoren
Extrusion beim Vortrieb 60 m Gleitdeformeter Messrohre.
Genauigkeit : 0.01 mm
Ankerspannung 2 Datenerfassungssysteme am Ende des Bohrlochs, beim Vortrieb wieder gewinnbar.
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